Muskeln und Sehnen

Wenn wir auf die Welt kommen, sind unsere Sehnen, Muskeln und Nerven wunderbar lang. Ohne Schwierigkeiten kommen wir mit unseren Füßen sogar bis an unsere Ohren. Je älter wir werden, umso mehr verkürzen sich unsere Sehnen und Muskeln, was uns immer weniger beweglich macht. Ein Teufelskreis beginnt, der über die Jahre große gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen kann. Nicht selten sind chronische Gelenk- und Rückenschmerzen die Folge. Das Bewahren der Elastizität und des Bewegungsradius hat also direkte Auswirkungen auf Dein Wohlbefinden und die Gesundheit.

Willst Du also geschmeidig und flexibel bleiben, die Belastung auf Deine Gelenke reduzieren, solltest Du beginnen, Dich regelmäßig zu dehnen.

Dehnübungen wirken zudem entspannend für Körper und Geist, die in einem ständigen Wechselverhältnis zueinander stehen. Beim Training beanspruchst Du nicht nur Deinen Körper, auch Deine Willenskraft muss hohe Leistungen erbringen.

Die verschiedenen Methoden

Es gibt ganz verschiedene Methoden und Ausführungen des Dehnens. Diese reichen von tonisierendem dynamischen Dehnen (welche federnd ausgeführt wird) bis hin zu unterschiedlich lange anhaltenden statischen Dehnungen, die möglichst ruhig ausgeführt werden.
Eine weitere Methode ist das sog. PNF Stretching (Proprioceptive Neuromuscular Facilitation):„koordinatives Dehnen“. Das PNF ist eine fortgeschrittene Form der Dehnung, mit der du bestimmte Muskelgruppen aktivieren, dehnen und zugleich kräftigen kannst. Diese Dehnungsmethode hat den besten Effekt auf sportliche Leistungsfähigkeit und wird vor allem von Leistungssportler eingesetzt

Dynamisches Dehnen

Zum Aufwärmen kannst Du u.a. die Gelenke (von der Schulter bis zu den Sprunggelenken) locker kreisen. Beim dynamischen Dehnen willst Du nicht keinen Dehnungsschmerz spüren. Das leichte Federn bringt Bewegung in die Muskulatur und wärmt sie dabei auf. Daher führst Du die Bewegungen behutsam und locker aus!

Statisches Dehnen

Statische Dehnübungen signalisieren der Psyche, dass das Training beendet ist und es Zeit ist herunterzukommen. Serotonin wird ausgeschüttet, ein zufriedenes Gefühl stellt sich ein. Deshalb bietet sich das statische Dehnen vor allem nach dem Laufen an. Du kannst Deine Muskulatur bspw. in 1-2 Sätzen 10-20 sec lang nach dem Lauf statisch dehnen.

Wenn Deine Beweglichkeit nur gering ist und Du merkst, dass Du verkürzte Muskeln hast, empfehlen wir Dir Dich täglich zu dehnen, damit Du langfristig eine Besserung merkst.

PNF Dehnen

Willst Du Deine Flexibilität und Mobilität schnell deutlich erhöhen, ist die PNF Methode (Proprioceptive Neuromuscular Facilitation) am effizientesten. Um diese Methode anzuwenden, solltest Du Dir Zeit nehmen und nach dem Sport bestimmte Muskelgruppen dehnen. Dabei folgst Du einem bestimmten Ablauf, zwischen Anspannung und Entspannung.

Wir werden in einem separaten Blogartikel genauer auf das PNF Stretching eingehen und Dir ein Beispiel geben, wie Du den „toe touch“ (Finger-Boden-Abstand) signifikant verbessern kannst!